Naturkindergarten Gernlinden

Heimat der "Frechen Füchse"

   Mar 08

Soziale Beziehungen – Verantwortung

Das Miteinander in der Natur erfordert von jedem einzelnen Achtsamkeit und Zuverlässigkeit. In der altersgemischten Gruppe können die Jüngeren von den Älteren lernen, die Älteren können Verantwortungsbewusstsein gegenüber Jüngeren entwickeln. Neues wird gemeinsam bewältigt.

Hilfsbereitschaft und der Austausch im Gespräch werden selbstverständlich, da die Kinder in der kleinen Gruppe (16 Kinder) aufeinander angewiesen sind. Jedes Kind braucht die Sicherheit, dass es sich auf seinen Freund verlassen kann. Dadurch festigt sich das Gruppenerleben. Sie lernen selbst Spielregeln zu entwerfen und untereinander abzustimmen. Es entstehen Geborgenheit, Gemeinschaft, Verantwortung und Rücksichtnahme.

Die Persönlichkeit und Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes sind in vielen Situationen sehr gefragt und jeder einzelne erfüllt mit seiner Begabung eine wichtige Funktion. Die Gruppe nimmt Rücksicht auf Ängstliche und Schwächere. Konflikte können in der Gruppe gemeinsam und konstruktiv gelöst werden. Bei gemeinsamen Aktivitäten wie dem Bau eines Tipis, eines Waldsofas oder bei einer „Waldaufräumaktion“ machen alle mit.

Trotz der – im Vergleich zu Regelkindergärten – geringeren Unfallhäufigkeit (!) gibt es klare Regeln und es werden besondere Vorsorgen getroffen.
– Die Kinder halten sich in Sicht- und Hörweite des pädagogischen Personals auf
– Wir essen grundsätzlich keine ungewaschenen, ungekochten Beeren, Pflanzen oder Pilze
– Waldtiere und deren Behausungen im Wald werden nicht berührt, zu ihrem und zu unserem Schutz
– Ebenso sind Fressplätze und Rupfungen tabu
– Mit Stöcken rennen wir nicht herum – man kann sonst sich oder andere verletzen
– Auf Bäumen wird erst geklettert, nachdem sie geprüft worden sind und der Boden weich gepolstert ist. Die Kletterhöhe richtet sich nach den Fähigkeiten des einzelnen Kindes
– Der Gefahr des Befalls durch den Fuchsbandwurm begegnen wir durch gründliches Händewaschen vor dem Essen, ebenso wird zu Boden gefallenes Obst, Brot etc. nicht mehr verzehrt
– Die Eltern werden informiert, die Kinder regelmäßig auf Zeckenbefall zu kontrollieren
– Mobiltelefon, Telefonliste und Erste Hilfe Ausrüstung haben wir immer dabei