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Auch der Waldkindergarten kommt nicht ohne Regeln
aus. "Kinder brauchen Sicherheit", sagt Lisa Deichl. Deswegen haben
die Kinder mit dem Wohnzimmer einen festen Treffpunkt, in dem sie
auch gemeinsam ihr zweites Frühstück einnehmen, deswegen
bildet Lisa Deichl mit den Kindern einen Morgen- und einen Schlusskreis,
um Begrüßungs- beziehungsweise Abschlusslieder anzustimmen;
deswegen gibt es für alle Notfälle einen beheizbaren Bauwagen,
der weiter im Wald auf einer Lichtung steht.
Da hat allerdings zu Weihnachten das Orkantief Lothar gewütet,
den halben Wald in eine Wüste verwandelt. Noch immer rollen
die Traktoren der Waldbauern hin und her. Sie hupen den Kindern
zu und lächeln.
Unterstützung des Ordinariats
"Die anfängliche Skepsis", sagt Sabine Biermann,
die Begründerin und Vorsitzende des "Naturkindergarten Schwabhausen
e.V.", "ist etwas gewichen." Richtig gegen den Kindergarten seien
aber die Jäger, die von den Gefahren des Fuchsbandwurmes und
der Zecken sprechen. Andererseits hat Sabine Biermann die Förster
auf ihrer Seite, die Gemeinde, die den Verein als Träger des
Kindergartens mit ein paar hundert Mark unterstützte, und vor
allen Dingen das erzbischöfliche Ordinariat in München,
das den kircheneigenen Wald von neun Hektar zur Verfügung gestellt
hat.
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